SEK: Rat der Religionen: Latenter Islamophobie mit ehrlichem Dialog begegnen

Auf seiner letzten Sitzung besprach der um drei Expertinnen erweiterte Schweizerische Rat der Religionen (SCR) den Bericht seiner Delegation über das Treffen mit dem Abgesandten der OSZE für den Kampf gegen die Intoleranz und die Diskriminierung gegenüber Muslimen, Botschafter Ömür Orhun. Einer latenten Islamophobie muss mit einem offenen Dialog begegnet werden, so der SCR.

Auf Einladung des EDA und des EDI hatte am 12. November 2007 ein Treffen von Vertretern des SCR mit Botschafter Ömür Orhun stattgefunden. Im Gespräch mit dem persönlichen Abgesandten des Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für den Kampf gegen Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Muslimen wies der Rat der Religionen auf verschiedene Projekte der Kirchen und Religionsgemeinschaften hin, die das gegenseitige Verständnis zwischen Christen, Juden und Muslimen in der Schweiz stärken. Der SCR widerspricht der Auffassung, es gebe eine generelle Repression gegenüber Muslimen. Der SCR will jedoch der latenten Islamophobie begegnen, die In den Köpfen vieler Menschen existiert. Dazu fordert der SCR von allen Seiten Geduld, Ehrlichkeit und Offenheit im Dialog.

Der SCR beschloss konkret, das Patronat über das im Rahmen des Projekts Kirche 08 geplante interreligiöse Fussballspiel zu übernehmen. Die Bildung einer interreligiösen Fussballmannschaft soll den Willen der Kirchen und Religionsgemeinschaften unterstreichen, ihr Wirken als ein Miteinander und nicht als ein Gegeneinander zu verstehen.

Der Schweizerischen Rates der Religionen begrüsste ausserdem die als Expertinnen gewählten neuen Mitglieder des Rates: Halide Hatipoglu für die islamische Religionsgemeinschaft, Dr. Esther Starobinsky für die jüdische Religionsgemeinschaft sowie Gudula Metzel für die christlichen Kirchen. Der Schweizerische Rat der Religionen zählt neu 9 Mitglieder.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.