CPCE: ‘The confession of freedom: the acid test’

The memory of the opening of the frontier in 1989 brings with it an obligation to support national and ethnic minorities – heightened nationalism is putting togetherness in Europe in question – the President and General Secretary of the CPCE at the ceremonies commemorating the 20th anniversary of the opening of the frontier.

“Support for the national and ethnic minorities: that is the acid test for the confession of freedom,” said Pastor Thomas Wipf (Berne) yesterday in Sopron, Hungary. The President of the Community of Protestant Churches in Europe (CPCE) was taking part in a public conversation with the then Hungarian Prime Minister Miklos Németh. “Even in a liberated Europe space for the weak is again being curtailed – an obligation of the events of 1989 is to support them”, Wipf continued.

“Today in particular, when the churches are withdrawing into themselves in uncertain times and people socially prefer to save the little for themselves rather than hoping for the salvation of all, this remembrance is healthy,” added Bishop Michael Bünker, General Secretary of the CPCE. Not all the expectations after the opening of the frontiers had been fulfilled. “However, freedom does not mean that everything is possible, but rather that there must be space for all men and women,” he continued. However, a “heightened nationalism” in reaction was putting “togetherness in Europe generally in question”. Here the Protestant churches of Europe were working together for reconciliation. They stood up for freedom, the rights of minorities and the transcending of frontiers. In doing this they were making “an irreplaceable contribution to the Europe of tomorrow”.

‘Going to the frontiers – 20 years of an open frontier” is the slogan of the international festivities to commemorate the symbolic cutting open of the frontier fence by the Hungarian and Austrian foreign ministers on 27 June 1989. The festival between 3 and 5 July has been arranged by CPCE member churches from Germany, Austria and Hungary. It will conclude with a service on Sunday which will be broadcast live by Austrian television, Hungarian television and Bayerischer Rundfunk.

GEKE: ‘Nagelprobe des Bekenntnisses zur Freiheit’

Erinnerung an Grenzöffnung 1989 verpflichtet zum Einsatz für nationale und ethnische Minderheiten – erstarkter Nationalismus stellt das Miteinander in Europa in Frage – Präsident und Generalsekretär der GEKE auf Gedenkfeierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung.

“Die Nagelprobe des Bekenntnisses zur Freiheit ist der Einsatz für die nationalen und ethnischen Minderheiten”, so Pfarrer Thomas Wipf (Bern) heute im ungarischen Sopron. Der Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) nahm im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung zwischen Österreich und Ungarn an einem Podiumsgespräch unter anderem mit dem damaligen ungarischen Ministerpräsident Miklos Németh teil. “Den Schwachen werden die Freiräume auch in einem befreitem Europa wieder enger gemacht – für sie einzutreten ist eine Verpflichtung der Ereignisse von 1989”, so Wipf.

“Gerade heute, wo Kirchen sich in ungewissen Zeiten auf sich selber zurückziehen, und wo man gesellschaftlich lieber das Wenige für sich retten will als das Rettende für alle erhofft, ist diese Erinnerung heilsam”, ergänzte Bischof Michael Bünker, Generalsekretär der GEKE. Die Erwartungen nach der Öffnung der Grenzen hätten sich zwar nicht alle erfüllt. „Freiheit heißt jedoch nicht, dass alles möglich ist, sondern dass allen Menschen ein Freiraum offenstehen muss“, so Bünker. Ein „erstarkter Nationalismus“ stelle als Reaktion jedoch „das Miteinander in Europa insgesamt in Frage“. Die evangelischen Kirchen in Europa bemühten sich hier um Versöhnung. Sie treten für Freiheit, Rechte der Minderheiten und Überwindung der Grenzen ein. Damit leisteten sie „einen unersetzlichen Beitrag für das Europa von morgen“.

„An die Grenzen gehen – 20 Jahre Grenzöffnung“ ist das Motto der internationalen Feierlichkeiten zum Gedenken an das symbolische Zerschneiden des Grenzzaunes durch den ungarischen und den österreichischen Außenminister vom 27. Juni 1989. Das Fest wird vom 3.-5. Juli durch GEKE-Mitgliedskirchen aus Deutschland, Österreich und Ungarn veranstaltet. Den Abschluss bildet ein Gottesdienst am Sonntag, der vom Österreichischen Fernsehen, dem Ungarischen Fernsehen und dem Bayerischen Rundfunk live übertragen wird.

GEKE: Europa 20 Jahre nach dem Eisernen Vorhang

Das Präsidium der GEKE würdigt in einer Erklärung den 20. Jahrestag der Öffnung des Eisernen Vorhangs: Das grenzenlose Europa bietet Freiheit und Chancen, gleichzeitig belastet eine neue Re-Nationalisierung das Miteinander.

1989 veränderte sich Europa. Zum 20. Jahrestag der Öffnung der Grenze zwischen Österreich und Ungarn in Sopron am 27. Juni 1989 hat das Präsidium der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) heute eine Erklärung veröffentlicht. “Die Erinnerung an 1989 ist eine Verpflichtung, Freiheit immer wieder neu zu bewähren und zu verantworten”, heisst es in dem Dokument.

Den Kirchen kam während des Umbruchs 1989 eine wichtige Rolle zu. Oppositionelle Kräfte konnten sich unter Kirchendächern sammeln. Friedensgebete wurden zu Foren eines friedlichen Widerstandes, mit dem die kommunistischen Systeme nicht gerechnet hatten und der sie ins Wanken brachte.

In der Bilanz der vergangenen 20 Jahre stehen in Mittel- und Osteuropa Dankbarkeit und Freude über die Befreiung aus der systematischen Unterdrückung. Auf der anderen Seite wächst die Sorge über die wachsenden sozialen Unterschiede in Europa und über die andauernde mentale Teilung in “West” und “Ost”. Das grenzenlose Europa bietet große Freiheit und Chancen, aber es wird auch als Verlust des vertrauten Lebensraumes, als Wertekrise erfahren. Eine neue Re-Nationalisierung setzt ethnische und religiöse Minderheiten unter Druck und belastet das Miteinander der Völker in Europa.

Die Erfahrungen des Widerstands ermutigen dazu, für Freiheit und Gerechtigkeit einzutreten. Die Kirchen bringen sich mit ihrer ethischen und sozialen Kompetenz in die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen ein. In der GEKE werden sie auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen, über alle Grenzen hinweg die Gemeinschaft zu stärken.

GEKE: GEKE focus 6 (2/09)

GEKE focus 6 (2/09)

  • Human dignity vs. Christian morality? A response of the CPCE to the position on human dignity of the Russian Orthodox Church. By Dieter Heidtmann.
  • Der Kern der Sache steht auf dem Spiel. Das Verständnis der Menschenrechte der russisch-orthodoxen Kirche wirft Probleme auf – aber es gibt auch andere Stimmen innerhalb der Orthodoxie. Von Stefan Tobler.
  • We are above all interested in the practice of faith. The Methodist Church in Great Britain visits the CPCE Office in Vienna. By Jochen Kramm and Colin Ride.
  • Die Kluft zwischen Arm und Reich bedeutet soziale Ausgrenzung. Die Besucher des Deutschen Evangelischen Kirchentages bestätigen eine Online-Umfrage der GEKE und definieren aktuell brennende soziale Herausforderungen. Von Thomas Flügge.
  • Demeurer avec son temps. Les Protestants d’Europe et la redécouverte du culte. Par Hans Jürgen Luibl.
  • Rechtsradikale im Europaparlament schaden den Menschen in Europa. Der Generalsekretär der GEKE, Bischof Dr. Michael Bünker: “Das Europaparlament darf nicht zur Schaubühne für extremistische Kräfte werden.”
  • The ordination of women the limit of tolerance. The CPCE at the 2nd consultation on aid for the Reformed Church in Transcarpathia. By Jochen Kramm

SEK: Organisierter Suizidhilfe klare Grenzen setzen

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) begrüsst die Absicht des Bundesrates, die organisierte Suizidhilfe rechtlich zu regeln. Den Auswüchsen der kommerziellen Sterbehilfeorganisationen müssen klare Grenzen gesetzt werden.

Die Einführung gesetzlicher Sorgfaltspflichten für Suizidhilfe und das Verbot von kommerziellen Sterbehilfeorganisationen waren gestern Thema im Bundesrat. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) begrüsst den Entscheid des Bundesrates, eine Vernehmlassung über diese beiden Varianten zur Diskussion zu stellen.

Für den SEK geht es nicht um ein generelles Verbot von Suizidhilfe, sondern um eine Reglementierung von organisierter, kommerzieller Suizidhilfe. Die Verwendung von Helium oder Hotels und Autos als Sterbeorte sind Auswüchse der organisierten Suizidhilfe, die klare rechtliche Grenzen unumgänglich machen. Noch gravierender ist die angestrebte Ausweitung des Adressatenkreises über Menschen in der Sterbephase hinaus auf psychisch Kranke, „Lebenssatte“ oder gar Jugendliche und Paare. Inakzeptabel sind auch der sogenannte Suizidtourismus und das daraus resultierende Bild der Schweiz im Ausland. Die Absicht des Bundesrates entspricht der zunehmenden Besorgnis vieler Bürgerinnen und Bürger über die genannten Praktiken der Sterbehilfeorganisationen.

Der SEK fordert eine klare rechtliche Regelung. Gleichzeitig setzt er sich für einen konsequenten Ausbau von Palliative Care ein.

SEK: Die Verbindlichkeit reformierter Identität fördern

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) lanciert die Diskussion um das Reformierte Bekenntnis neu und stellt sich einer Umfeldanalyse des Soziologieprofessors Jörg Stolz zur Situation der Reformierten Kirchen.

Zur Sommer-Abgeordnetenversammlung (AV) des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) versammelten sich vom 14.-16. Juni rund 70 Delegierte der 26 Mitgliedkirchen im Genfer Rathaus. Die AV wurde durch den nationalen Festakt zum Jahr calvin09 anlässlich des 500. Geburtstages des Reformators Johannes Calvin eingeleitet.

Eine Gruppe aus den Mitgliedkirchen hat die Initiative für ein „Werkbuches Bekenntnis“ ergriffen. Dieses soll eine Sammlung von Bekenntnissen enthalten, nach innen für das Gespräch über den Glauben und nach aussen für das Profil der reformierten Schweiz. Ziel der Initiativgruppe ist, in der reformierten Schweiz bis zum Reformationsjubiläum 2019 gemeinsame Referenztexte zu etablieren. Die AV hat nun den Rat SEK beauftragt, hierzu eine Vernehmlassung bei den Mitgliedkirchen des SEK in Auftrag zu geben und damit eine Diskussion in den Gemeinden und bei den Erwachsenenbildnern auszulösen.

Der SEK bereitet einen Prospektivbericht zur Revision seiner Verfassung vor, welcher im Herbst 2010 der AV vorgelegt wird. Das Observatoire des Religions en Suisse (ORS) hat dazu eine Umfeldanalyse zur Situation der Reformierten Kirchen erstellt, die durch den Leiter, Prof. Jörg Stolz, vorgestellt wurde. Die Kirchen, so Stolz, hätten „eine grosse Anzahl erfolgversprechender Strategien“ in Angriff genommen, um der Herausforderung des demographischen Wandels zu begegnen. Mit einer besseren Koordination dieser Strategien könnte sich der Erfolg noch verstärken.

Der Rat informierte über die anstehenden Vollversammlungen der internationalen ökumenischen Bünde. Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) versammelt sich im Juli 2009 in Lyon. „Der SEK hofft, dass Lyon eine Erneuerung der Kirchenvision der KEK artikulieren kann“, so Thomas Wipf, Ratspräsident des SEK. „Dies geht einher mit einer vertieften Reflexion über die künftigen Prioritäten der KEK.“ Im Juni 2010 wird ausserdem die vereinigende Versammlung des Reformierten Weltbundes und des Reformed Ecumenical Council (REC) zur Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) stattfinden. „Für die Theologie und das Kirchenverständnis ist die WRK ein Meilenstein im Zusammenschlussprozess der Kirchen der Reformation und stellt daher auf Ebene Ökumene ein neues Instrument dar.“, so Wipf.

In seinem Grusswort dankte der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG), Dr. Herbert Winter, ausserdem für die „sich wohltuend vom Schweigen abhebenden“ öffentlichen Stellungnahmen des SEK in letzter Zeit. Besonders hob Winter die Solidaritätsbekundung des SEK an den SIG vom Januar dieses Jahres hervor. Der SIG hatte in Folge des Gazakrieges eine grosse Zahl von drohenden und antisemitischen Zuschriften erhalten.

SEK: SEK spricht HEKS sein Vertrauen aus

In seiner Antwort auf eine Interpellation betreffend der „Petition für ein politisch engagiertes und prophetisches HEKS“ hat der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) dem HEKS sein Vertrauen ausgesprochen. Er appelliert an die Mitgliedkirchen, die Diskussionen in konstruktive Bahnen zu lenken.

Am 15. Juni 2009 hat das „Komitee für ein politisch engagiertes und prophetisches HEKS“ der Abgeordnetenversammlung eine Petition übergeben. Die Petitionäre werfen dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) einen „schleichenden Kurswechsel“ vor. Sie fordern ein verstärktes politisches Engagement und erwarten vom HEKS ein theologisch begründetes prophetisches Wächteramt.

Anlässlich der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) hat der Rat SEK eine Interpellation der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich zu dieser Petition beantwortet. Die in der Petition genannten Themen sind bereits heute ein Bestandteil der Arbeit von HEKS. Der Rat SEK bedauert, dass die Petitionäre ihre Anliegen bisher primär über die Medien vorgebracht haben. Der Schaden durch das einseitig gezeichnete Bild des HEKS sei noch nicht abzusehen. Der Rat wünscht sich eine konstruktive Form des Dialogs und ruft alle Beteiligten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Kritik auf.

Die Mandate für die Tätigkeiten des HEKS werden durch die Abgeordnetenversammlung des SEK beschlossen. Jeder Kurswechsel würde von den Vertretern der Mitgliedkirchen entschieden und wäre somit identifizierbar. Der Rat SEK berät das HEKS in den theologischen, sozialethischen und kirchenpolitischen Grundsätzen für die Mandatsausübung. Durch die „auf Friedensförderung und Konfliktbewältigung ausgerichteten Projekte“ (HEKS-Strategie 2008-2012) sieht der Rat SEK im HEKS einen politisch engagierten und prophetischen Partner.

Der SEK spricht dem Stiftungsrat des HEKS das Vertrauen aus. An die Mitgliedkirchen appelliert der Rat, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dem HEKS die notwendige Unterstützung zu geben.

“Wir sind HEKS!”, so Thomas Wipf. „Als Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirchen der Schweiz sind wir mit verantwortlich für unser Hilfswerk“. Dies liege bereits im Namen des HEKS begründet, so Wipf weiter. Durch mediale Grabenkämpfe sei dem Hilfswerk nicht geholfen.

SEK: Vorbild demokratischer Staatsführung und Machtteilung

In der reformierten Hauptstadt Genf feierte der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) am 14. Juni den 500. Geburtstag Johannes Calvins mit dem Festakt calvin09. Über die weltweite Wirkung Calvins sprachen im vollbesetzten Temple de la Fusterie auch Bundesrat Moritz Leuenberger und der Genfer Regierungsrat David Hiler.

Mit über 300 Gästen aus dem In- und Ausland begingen die Schweizer Kirchen am 14. Juni den nationalen Festakt zum Jubiläumsjahr calvin09. Auf dem vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) veranstalteten Festakt wurden politische und kirchliche Vertreter aus 13 Ländern und von den internationalen ökumenischen Einrichtungen begrüsst. Die Feierlichkeiten waren Auftakt der Sommersession des nationalen evangelischen Kirchenparlaments.

Bundesrat Moritz Leuenberger betonte in seiner Ansprache, der Calvinismus sei zum „Vorbild demokratischer Staatsführung und Machtteilung“ geworden. Zudem hätte Calvin gezeigt, dass sich Markt und Ethik erfolgreich verbinden können: Die sei „vor 500 Jahren so wenig eine Schande, wie es heute keine ist. Die Schande besteht vielmehr darin, nach wirtschaftlichem Erfolg zu streben, ohne andere Kriterien zu achten.“ Für ein gelingendes Miteinander brauche es mehr als Beliebigkeit, nämlich Arbeit, Einsatz und Solidarität. Leuenberger: „Dieses Ziel wurde vor 500 Jahren reformiert und wir rufen es uns heute wieder in Erinnerung.“

„Calvin hat nach eigenen Wegen gesucht, den Dialog zwischen Kultur und Christentum zu reflektieren“, so François Dermange, Professor für Theologie und Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Genf. Mit dem bedeutendsten Erbe Calvins für die heutige Zeit beschäftigte sich anschliessend ein vom Publizisten Roger de Weck moderiertes Podium. Teilnehmer waren Jérôme Cottin, Professor für Theologie in Paris, Klaas Huizing, Professor für Theologie in Würzburg, der Genfer Stadtrat Pierre Maudet, Olivier Millet, Professor für französische Literatur in Paris, sowie Ivan Pictet, Senior Managing Partner der Genfer Bank Pictet & Cie.

Für Pierre Maudet liegt die Stärke Calvins im demokratischen Ansatz, in der „Beschränkung der Mächtigen. Darin ist Calvin für mich am aktuellsten.“ Klaas Huizing betonte zum Abschluss ein weiteres Erbe des Genfer Reformators: „Die Transparenz ist ein produktiver Ansatz, heute an Calvin anzuschliessen. Wenn diese Idee politisch, auch im Finanzsektor durchgesetzt worden wäre, wären wir nicht in die Krise geschlittert.“


Die Abgeordnetenversammlung AV ist das Parlament (Legislative) des SEK. Die rund 70 Vertreter der 26 Mitgliedskirchen des SEK treten zweimal pro Jahr zusammen, im Juni als Gast einer Mitgliedskirche, im November in Bern. Die Sommer-AV 2009 tagt 14.- 16. Juni im Genfer Rathaus.

KWV: Mitgliederversammlung: Abschied und Neuausrichtung

Die Mitgliederversammlung des Kaiserswerther Verbandes verabschiedete die Vorstandsvorsitzende Oberin Sr. Helga Darenberg und wählte Oberin Sr. Esther Selle als Nachfolgerin. Diskutiert wurde unter anderem die strategische Neuausrichtung des Verbandes.

Nach elfjähriger Amtszeit als Vorstandsvorsitzende wurde Schwester Helga Darenberg, Bielefeld-Bethel von der Mitgliederversammlung des Kaiserswerther Verbandes (KWV) am 10. Juni 2009 verabschiedet. Gleichzeitig wurde Schwester Esther Selle, Dresden als Nachfolgerin gewählt. Zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden wurde Vorsteher Pfr. Dr. Werner Schwartz, Speyer und zur 2. stellvertretenden Vorsitzenden Oberin Sr. Marianne Anschütz, Witten gewählt.

Seit 1991 im Vorstand, wurde Helga Darenberg 1998 als erste Diakonische Schwester in der Geschichte des Verbandes zur Vorsitzenden gewählt. In ihrem Bericht vor den über 80 Delegierten im Berliner Paul-Gerhardt-Stift blickte Darenberg auf den vollzogenen Strukturwandel des KWV zurück. Dieser habe „trotz und in allem in eine zukunftsfähige Lösung und Neuaufstellung des Verbandes geführt“. Der KWV hatte 2006 die bisherigen Geschäftsstellen in Kassel und Berlin zusammengelegt und die Funktionen der Verbandsoberin und des Verbandsdirektors in einer Person neu organisiert.

Die „Neu- und Weiterentwicklung von Gemeinschaften“ bilden einen Schwerpunkt der Arbeit des KWV, so Geschäftsführerin Christine-Ruth Müller in ihrem Bericht. Viele diakonische Werke und Einrichtungen sähen sich mit Ausgliederungen und Fusionen konfrontiert und müssten sich der Frage nach ihrem Profil und ihrer Unternehmenskultur stellen. Der Kaiserswerther Verband werde sich weiter darin engagieren, Wege aufzuzeigen, „einerseits Wurzeln und Herkunft zu bewahren, andererseits gangbare Wege in die Zukunft einzuschlagen“, so Müller.

Müller verwies weiterhin auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Zehlendorfer Verband und dem Verband Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in den „Verbänden im Diakonat“ (ViD). Mit der Drucklegung „Tätigkeitsprofile in den ViD“ legte Müller den Delegierten eine neue gemeinsame Publikation der ViD vor. Ausserdem würden sich die Verbände mit dem Thema „Gemeinschaften“ in den Prozess „Kirche der Zukunft“ der EKD im September 2009 einbringen. Eine konkrete nächste Zusammenarbeit findet mit dem gemeinsamen Messestand auf dem Berliner Diakoniekongress „zukunft:pflegen“ vom 15.-17. Juni 2009 statt.

Der Mitgliederversammlung wurde ausserdem ein Konzeptpapier zur Neuausrichtung des KWV vorgelegt. Darin wird dem Verband empfohlen, eine christlich geprägte Unternehmenskultur zu fördern und eine Neuinterpretation von Dienstgemeinschaft zu entwickeln. Zu den Kernaufgaben, so das Konzeptpapier, gehöre die Beratung und Förderung neuer und bestehender Gemeinschaften, die Prägung der Mitarbeitenden durch Bildungs- und Gemeinschaftsangebote sowie die Förderung diakonischer Einrichtungen durch gegenseitigen Austausch.

GEKE: Human dignity is unassailable, inalienable and indivisible

The Community of Protestant Churches in Europe (CPCE) is responding to the statement by the Russian Orthodox Church on “human dignity, freedom and rights”. The CPCE sees the position of the ROC as a misunderstanding of human rights and invites it to continue the dialogue to implement human rights.

In summer 2008 the Russian Orthodox Church published a statement on human rights. The other Christian churches were invited to discuss the document “on human dignity, freedom and rights”. The Presidium of the Community of Protestant Churches in Europe (CPCE) has given its response to the ROC today.

For the Russian Orthodox Church human “sinfulness” can put human dignity in question. Its human rights doctrine develops a confrontational relationship between human rights and Christian morality, which culminates in the thesis that observing human rights would compel Christians to think and act against God’s commandments.

The response of the CPCE sees this as a misunderstanding of human rights. Human rights are rights of protection and participation which put the sphere in which human beings act under the law and guarantee a framework for human life together. In this sense the Protestant churches regard the contribution of human rights as a positive one.

The statement of the Russian Orthodox Church mentions “abortion, suicide, lechery, perversion, destruction of the family, the worship of cruelty and violence” as examples in which the “weakness of the institution of human rights” endangers the morality of Russian society. The Protestant perspective finds it impossible to follow these examples. In fact human rights emphasize the protection of life and the inviolability of the person, the protection of private life and of the family.

The Russian Orthodox Church subordinates human rights to the values and interests of the homeland, the community and the family. In the Protestant Church this leads to the question of the critical attitude of the church to state order. In view of the restriction of civil and political rights in Russia, and also in many other countries, the CPCE finds lacking in the statement by the Russian Orthodox Church anything about the protection of the individual from attacks by the state such as political persecution, political murder, discrimination against minorities or the undermining of democratic proceedings and structures. From a Protestant perspective precisely in these questions the churches have an important task, namely to combat the misuse of state power.

According to the Protestant view “human rights” are such rights as accrue to all human beings by virtue of their God-given dignity. Just as they cannot be bestowed by any this-worldly authority, so they cannot be denied by any authority. They are unassailable. The CPCE invites the Russian Orthodox Church to continue their joint dialogue on the importance of human rights. In this connection the CPCE attaches importance to the joint statements of all churches such as the Charta Oecumenica and the closing declarations of the three European Ecumenical Assemblies.